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 Kottan
ermittelt - Rabengasse 3a
Der
legendärste Kiberer der Republik ermittelt wieder, mitten
im Gemeindebau und Inspektor gibts noch immer
kaan.
Die Geburt von Major Kottan liegt eigentlich in den tiefsten
Siebzigerjahren in einem Volksstück von Helmut Zenker
für das Wiener Volkstheater. Die Rabenhof
Fassung der ersten Kottan TV-Folge Hartlgasse
16a verweist mehr als 30 Jahre nach Entstehung des
Filmscripts auf eine zeitlose Gültigkeit der Geschichte.
Die Bühnenversion dieses Meilensteins der Fernsehgeschichte,
dessen Resonanz in der deutschsprachigen Fernsehlandschaft
noch heute zu spüren ist, findet im hier und heute im
Rabenhof Gemeindebau statt. Die Wiederbelebung des Genres
Volksstück ist ein Ansatz bei dieser Unternehmung, ein
weiterer geht der Frage nach, ob Helmut
Zenker nicht ein direkter künstlerischer Nachfahre
Ödon von Horvaths ist?
von:
Helmut Zenker
für die Bühne adaptiert von:
Jan und Tibor Zenker
Regie: Thomas Gratzer
Bühne: Christian Gallei, Erich Sperger
Kostüme: Caterina Czepek
Musik: Kilo
Dramaturgie: Matthias Jodl
Maske: Csilla Domjan
Assistenz: Alexander Lugmayr
Kostümassistenz: Petra Dobler
Darsteller: Reinhard Nowak, Rudi
Roubinek, Doris Schretzmayer, Roman
Gregory, Dany Sigel, Bernhard
Majcen, Markus Kofler, Jack
Nuri, Melike Cevlik, Stephan
Richter, Fabian Pfleger.
Premiere: 15. April 2009
Vorstellungen: 17. April 2009, 18. April 2009, 24. April 2009,
25. April 2009, 15. Mai 2009, 16. Mai 2009, 23. Mai 2009,
24. Mai 2009, 28. Mai 2009, 29. Mai 2009, 30. Mai 2009, 4.
Juni 2009, 5. Juni 2009, 6. Juni 2009, 6. Juni 2009, 11. Juni
2009, 12. Juni 2009, 13. Juni 2009, 3. September 2009, 4.
September 2009, 5. September 2009, 9. September 2009, 10.
September 2009, 11. September 2009, 22. Oktober 2009, 23.
Oktober 2009, 24. Oktober 2009, 5. November 2009, 6. November
2009, 17. November 2009, 18. November 2009, 19. November 2009,
30. November 2009, 1. Dezember 2009 und 2. Dezember 2009
Alle 36 Vorstellungen waren ausverkauft! Über 10.800
Besucher haben den Kottan im Rabenhof bisher gesehen!
Frühjahr 2010:
22. Februar 2010, 23. Februar 2010, 24. Februar 2010, 7.
März 2010, 11. März 2010, 22. März 2010, 23.
März 2010 und 24. März 2010
Erhältlich bei Amazon |
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Überwiegend
positive Kritiken erntete das neue "Kottan"- Theaterstück
- eine zusammenfassende Übersicht
Am
15. April 2009 hatte das Stück "Kottan ermittelt:
Rabengasse 3a" im Wiener Rabenhoftheater Premiere. Unter
den prüfenden Augen des Wiener Kulturstadtrates Andreas
Mailath-Pokorny (SPÖ) und des Wiener Polizeichefs Generalmajor
Karl Mahrer sowie - aus dem Original-"Kottan"-Team
- in Anwesenheit der Schauspieler/innen Franz Buchrieser,
Chris Lohner, Franz Suhrada und Louise Martini, erntete das
Stück viel Applaus. Die TV-Berichterstattung seitens
des ORF, von ATV und PULS 4 wusste nur Gutes zu vermelden,
die Radiosender von Ö1 bis FM4 schlossen sich diesbezüglich
an. Und auch die Printmedien äußerten sich überwiegend
positiv, vereinzelt negativ über Kottans Debüt auf
der Theaterbühne.
Für
die Tageszeitung "Österreich" schreibt Thomas
Zeidler über das "Kottan"-Stück: "Im
Wiener Rabenhof besticht die Theaterfassung als sozialkritische
Milieu-Studie mit Pepp." So sei die "trostlose Szenerie
der 70er Jahre ... subtil ins Heute verlegt" worden und
am Ende stünden "90 unterhaltsame Minuten".
Rundum zufrieden, mitunter gar begeistert, zeigt sich "Die
Presse". Thomas Kramar bescheinigt dem Stück einen
Ansatz, der "deutlich kabarettistischer als das Original"
angelegt sei, und das Ergebnis sei "gutes politisches
Kabarett." Explizit lobend hervorgehoben wird das Spiel
von Doris Schretzmayer als Hausmeisterin und Roman Gregory
als Postler. "Die Presse" fasst zusammen: "Insgesamt
ein unpeinlicher, oft geistreicher Spaß."
Ähnlich positiv berichten die "Oberösterreichischen
Nachrichten". Reinhold Reiterer meint: "Das Bühnenrevival
der televisionären Kultfigur ist gelungen", was
nicht zuletzt an "sehr schlauen und gelungenen Aktualisierungen"
liegt. "Die holzschnittartige Inszenierung, der rasche
Szenenwechsel, die satirische Grundierung ergeben in Summe
gute Unterhaltung."
Für
das Nachrichtenmagazin "profil" hat Angelika Hager
den neuen Kottan unter die Lupe genommen - sie schreibt: "Jan
und Tibor Zenker ... haben in ihrer Bühnenfassung der
ersten TV-Folge 'Hartlgasse' ... der Serie 'Kottan ermittelt'
die Figur wieder zu ihren 'Ursprüngen' geführt",
was im Ergebnis "beklemmend zeitgemäß erscheint."
Über die neue charmlose Härte der Hauptfigur meint
Hager: "Möglicherweise ist Reinhard Nowak mit dieser
Neuinterpretation dichter und wahrhaftiger an Helmut Zenkers
Intention als alle TV-Dolferln". Im "profil"
heißt es zusammenfassend: "In der Rabenhof-Produktion
in der Regie von Prinzipal Thomas Gratzer liegt der zu Schenkelgeklopfe
verleitende Brachialhumor der letzten 'Kottan'-Folgen in wohltuender
Ferne. 'Rabengasse 3a' ist weit näher am beklemmenden
Volksstück in der Tradition von Ödön von Horváth
als am trashigen Comedy-Genre im Geiste Monty Pythons."
Die "Kronen Zeitung", historisch nicht gerade ein
Kottan-Freund, zeigt sich durchwegs hoch erfreut. Unter dem
Kürzel FK wird geschrieben: "Unter Jan und Tibor
Zenker - die sich die erste Folge 'Hartlgasse 16a' für
ihre 'Rabengasse 3a' vorgenommen haben - erbringt das Rabenhof-Ensemble
eine Höchstleistung ... Unter der präzisen Regie
schaffen sie authentische Porträts ihrer verwirrten Figuren."
Weiters bescheinigt die "Krone" jedem der auftretenden
Schauspieler eine "beeindruckende Leistung" und
resümmiert: "Für all jene, die den Film bisher
für unübertrefflich hielten, sei der neue Kottan
... wärmstens empfohlen."
Weniger
Freude hat hingegen die "Wiener Zeitung" mit dem
Stück. Brigitte Suchan meint, es sei stellenweise "plump"
und "ordinär" - immerhin ist auch das, nämlich
dieser Vorwurf, eine Art von Kontinuität, denn diese
Wortwahl ist den Kritikern schon 1976 beim TV-Original eingefallen.
Das Hauptproblem ortet die "Wiener Zeitung" folgendermaßen:
"Regisseur Thomas Gratzer kann sich offenbar nicht entscheiden,
ob er eine 'Mundl'- oder eine 'Kottan'-Folge inszenieren soll,
und so will die Sache nicht recht in Schwung kommen."
Eine grundsätzlich ähnliche Beobachtung macht Thomas
Trenkler für den "Standard", der das Problem
jedoch nicht an der Regie, sondern am Buch festmacht: "'Kottan
ermittelt', nach und nach zur Serie geworden, vollzog in den
frühen 1980er-Jahren eine Wandlung von der Milieustudie
mit beiläufigem Slapstick ... hin zum Absurden. (...)
Jan und Tibor Zenker versuchten den Spagat: Sie reicherten
den zwingenden 'Kleine-Leute-Krimi' mit grotesken Situationen
der späten, comicsartigen Kottans an. (...) Zu sehen
ist daher ein kammerspielartiges Märchen, das eher an
Kaisermühlen Blues erinnert denn an den genialen Streich
von Patzak/Zenker." Über die Neuausrichtung der
von Reinhard Nowak gespielten Hauptfigur schreibt "Der
Standard", "diese rüde Kottan-Variante hat
Charme", und auch Schrammel-Darsteller Rudi Roubinek
wird zugebilligt, "in der auf Rasanz ausgelegten, soliden
Regie von Hausherr Thomas Gratzer" mit Bravour zu agieren.
Für
die APA ist Daniel Ebner mit der "volkstheaterhaften
Inszenierung" zwar grundsätzlich alles andere als
glücklich: "Dass trotzdem oft gelacht wurde im Rabenhof",
schreibt er weiter, "lag an den vielen schönen Dialekt-Onelinern
... und an den zahlreichen selbstreferenziellen bzw. auch
aktuellen politischen Bezügen." Zumindest in dieser
Hinsicht, so Ebner, "funktioniert die Satire bestens".
Der einzige regelrechte "Verriss" geht auf das Konto
von Guido Tartarotti im "Kurier", der sich durchwegs
enttäuscht zeigt und in seiner Bewertung nur zweieinhalb
von fünf möglichen Punkten vergibt. Kritisiert wird
"Rabengasse 3a" als eine "uncharmante"
sowie "derbe und hektische Klamotte", deren Inszenierung
Tartarotti umfassend "auf die Nerven" ging. Dem
Text von Jan und Tibor Zenker billigt er "einige wirklich
gute Wuchteln" zu, insgesamt sei er aber "zu platt".
Auch die Schauspieler hätten "einfach nicht sehr
gut gespielt" (Ausnahme Roubinek). Fazit im "Kurier":"Ein
guter Abend, wenn man anspruchslos lachen will. Wer die echte
Ware sucht, dem seien empfohlen: Die DVD-Box 'Kottan ermittelt'
... und die CD 'Ollas leiwaund' von Georg Danzer."
Das
Internetportal "vienna.at" meint: "Das Volksstück
'Kottan ermittelt' mit Reinhard Nowak sorgte zwar für
zahlreiche Lacher, aber wenig nachhaltiges Interesse."
- Zumindest letzteres scheint das Publikum anders zu sehen:
Bis auf einzelne Restkarten sind sämtliche Vorstellungen
bis Ende Mai bereits ausverkauft, für Juni werden daher
nun mit dem 4., 5., 6., 11., 12. und 13. zusätzliche
Termine angeboten.
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